Mabon? Tag-und-Nacht-Gleiche? Equinox?

Du siehst es vermutlich überall auf Instagram und Tiktok: Die einen sprechen von Mabon, die anderen von der Tag-und-Nacht-Gleiche und wiederum andere vom Equinox.
Aber was ist das alles?
I got your back! Entspanne dich und hol dir ein Tässchen Tee: In diesem Artikel findest du alles, was du darüber wissen musst, zusammengefasst.

Tag-und-Nacht-Gleiche? Equinox? Mabon?
Beginnen wir mit den Begriffen Tag-und-Nacht-Gleiche und Equinox. Letztlich sind es zwei Worte für ein und die selbe Sache. Dabei handelt es sich um den Moment im Jahr, in dem Tag und Nacht (nahezu) gleich lang sind und somit Licht und Dunkelheit vollkommen im Gleichgewicht. Und wir wissen, die Natur lieeebt Balance.
Das Herbst-Equinox ist ein Moment der Balance zwischen Licht und Dunkel, außen und innen, Aktivität und Ruhe.
Jedes Jahr gibt es zwei Tag-und-Nacht-Gleichen:
im März (Übergang vom Winter in den Frühling)
im September (Übergang vom Sommer in den Herbst)
In diesem Jahr fällt dieser Moment in unserer Zeitzone auf morgen, den 23. September 2026 um exakt 02:05 Uhr nachts. Ab dann beginnt offiziell der Herbst.
Jaaa, ich weiß! Alle Herbstmäuse, wie ich, fühlen ihn schon seit dem 01. September und trinken ihren Tee gerade aus einer Tasse in Hexenkesselform. Tatsächlich ist der September aber für die Mehrheit noch Spätsommer... Ich check's doch auch nicht... ;D
Okay, dann gehen wir mal zu dem Begriff Mabon über.
Auch, wenn viele Mabon ebenfalls als Synonym für die Tag-und-Nacht-Gleiche und Equinox verwenden, ist es streng genommen nicht das Selbe.
Die Tag-und-Nacht-Gleiche (Equinox) ist das astronomische Ereignis, der Moment, in dem Tag und Nacht gleich lang sind.
Mabon hingegen ist das Fest, das zu diesem Zeitpunkt gefeiert wird.

Für mich steht die Tag-und-Nacht-Gleiche für folgende Themen:
Erntezeit
Viele von uns haben über Frühling und Sommer Samen gesät (Ideen, Projekte...). Jetzt ist die Zeit, Bilanz zu ziehen: Was ist gewachsen? Für was kann ich danken? Was darf sich noch Zeit lassen oder ist noch nicht sichtbar?
Loslassen
So wie die Natur ihre Blätter fallen lässt, gibt es in uns innere Überreste in Form alter Glaubenssätze, verletzender Erwartungen, Muster, die nicht mehr dienen. Der Herbst lädt uns ein, all das bewusst loszulassen.
Innenschau
Je dunkler und kürzer die Tage, desto mehr Energie darf nach innen fließen: Reflexion, Rituale, Rückzug, stille Praxis. Das Bedürfnis nach Selbstfürsorge steigt. Du bist nicht „faul“ oder „unproduktiv“, sondern Teil eines natürlichen Rhythmus. DU BIST NATUR ❤️🍂
Transformation
Alles, was du loslässt, schafft Raum. In diesem Raum wirkt etwas Neues. Vielleicht nicht sofort sichtbar, aber energetisch beginnt eine Umwandlung. Das Herbst-Equinox kann als Schwelle gesehen werden zwischen deinem alten Kapitel und dem neuen.
Verbindung
Wenn wir aufmerksam sind und wahrnehmen, was die Natur spiegelt (fallende Blätter, abnehmendes Licht, kühlere Luft) lernen wir Großes über uns selbst. Der Einfluss der Jahreszeiten ist nicht nur metaphorisch, sondern energetisch und spirituell wirksam.
✨ Einladung:
Schau in deinem Leben, wo du vielleicht über dein Licht hinaus gegangen bist und die Balance verloren hast. Im Alltag, in Beziehungen, in deiner Selbstfürsorge…
Herzensimpuls zum Mitnehmen:
Mach einen ausgiebigen Spaziergang durch die Natur und nimm dabei die Elemente bewusst wahr. Verbinde dich, erde dich, erinnere dich an die Zyklen. Wie? Sammle Blätter und Tannenzapfen, beobachte Licht und Schatten, spür den Wind und lausche deinen Gedanken unterwegs.
Wenn du ohnehin schon draußen unterwegs bist, bastle dir aus den gesammelten Schätzen der Natur deinen Mabon-Altar :) Lass deiner Kreativität freien Lauf!

Wer bisher das Equinox ignoriert hat, dem bietet es eine wundervolle Gelegenheit, sich erstmals bewusst in den natürlichen Rhythmus einzuklinken.
Für mich ist es jedes Jahr wie ein inneres gaaanz tiefes Durchatmen. Eine Erinnerung daran, dass ich nicht alles auf einmal tragen muss.
Falls du in den letzten Monaten viel im Außen gewirkt hast (Arbeit, Projekte, soziale Verpflichtungen), dich eventuell überfordert fühlst oder sogar ausgebrannt, dann lädt dich dieser Moment zum Innehalten und Neujustieren ein.
So, jetzt weißt du bescheid. :)
Die einzige Frage die bleibt, ist: Nimmst du diese Einladung an?
Zusammengefasst lässt sich sagen: Das Herbst-Equinox ist ein Moment, in dem die Türen zwischen Licht und Schatten offen stehen, in dem wir eingeladen sind, bewusst zu wählen, was wir nähren wollen und was wir loslassen.
Wer es wagt, sich diesem Ruf zu stellen, der kann nicht unberührt bleiben. Oft sind es die kleinen, sanften Schritte, die uns tiefer mit uns selbst verbinden.
Happy Mabon!
Deine Angela
Ganz wichtig:
In Ritualen und beim Setzen von Intentionen kann auch schnell mal Perfektionismus entstehen, ganz nach dem Motto „Ich muss alles besser machen!“ oder „Jetzt werde ich mich komplett verändern!“. Bitte keine Selbstüberforderung! Wir machen kleine Schritte, setzen sanfte Intentionen und akzeptieren das, was gerade ist. Du bist toll. Immer. Okay?
Balance ist kein statischer Zustand. Die Tage werden kürzer und der Weg führt hinein in die Dunkelheit und den Rückzug. Das kann sich schwer anfühlen. Erlaube dir, das zu fühlen, ohne dich zu verurteilen.
Weil Übergänge oft ein inneres Abschiednehmen sind, können sie traurig machen und (alte) Wunden berühren. Manchmal fühlt sich alles schwerer an und es ist völlig okay, wenn du dabei Begleitung brauchst. Schreib mir gerne.




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