Vom "Müssen", dem süßen "Nichtstun", Pausen und Stressabbau
- Angela Molleker

- vor 12 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Wenn dein Kopf gerade raucht, weil da so viele Dinge sind, die du machen solltest, dann machst du jetzt bitte genau eine Sache:
Nichts.
Ja, ich veräppel dich nicht. Du setzt oder legst dich jetzt hin und machst nichts.
Fühlt sich für dich absolut befremdlich und beinahe unsicher an? Dann darfst du gerne genauer hinschauen. ;)

Warum ist das so?
Vielleicht, weil in dir der Glaubenssatz verankert ist, dass du faul bist, wenn du nichts machst oder dass du nur etwas wert bist, wenn du Leistung erbringst. Diese Denkweise ist alt, vermutlich nichtmal von dir, sondern nur übernommen und darf gerne abgelegt werden. Vielleicht bist du es auch so sehr gewohnt, ständig on fire zu sein, dass dein Nervensystem Ruhe als Unbekannt und somit beinahe als Gefahr wahrnimmt.
Oder dein innerer Schutzmechanismus greift, weil du Angst davor hast, was in der Stille hochkommen könnte. Solange du beschäftigt bist, bleib kaum Zeit sich mit deinen Gefühlen und Gedanken zu befassen... Na, erkennst du dich in einem dieser Punkte wieder? Er verhindert eventuell deine Pausen und deinen Stressabbau.
Sieh es wegen mir als Akt der Rebellion oder auch einfach als Beweis für dein Nervensystem, dass alles gut ist und du sicher bist, auch wenn du einfach mal nichts machst.

Du so: "Aber ich muss noch so viel machen!"
MUSS.
Weißt du, die wenigsten Dinge MÜSSEN erledigt werden. Wenn wir uns mit dem Wort müssen wirklich befassen, wird uns klar, wie wenig du tatsächlich musst. Meistens hast du die Option es einfach nicht zu tun. Du enttäuschst damit vielleicht Menschen, hältst eine Frist nicht ein, etc., aber müssen?!
Ne. Wir müssen nur ganz selten.
Mach dir also gerne bewusst, dass es in deiner Kontrolle liegt. Wenn du es umsetzen MÖCHTEST, um den Erwartungen anderer gerecht zu werden, um in deinem angestrebten Timing zu bleiben – was auch immer deine persönlichen Gründe sind – dann DARFST du das sehr gerne. Aber du musst nicht.
Wenn du denkst, dir gerade auf keinen Fall eine Pause leisten zu können, solltest du genau jetzt eine machen
Netter Nebeneffekt davon, gerade dann eine Pause zu machen, wenn man denkt sich auf keinen Fall eine leisten zu können: Du gibst deinem Körper und Geist die Möglichkeit zu ruhen. Sich zu sammeln. Anzukommen.

Zehn Minuten Pause bedeuten dir eine Menge und dein Umfeld bekommt es meist nichtmal mit, ob du ein paar Minuten zu spät kommst. Das sage sogar ich, als extreeem pünktlicher Mensch ;)
Diese zehn Minuten tun also selten jemandem weh (außer du bist Ärztin oder Arzt und operierst am offenen Herzen), DIR tun sie aber auf jeden Fall gut.
Küsschen aufs Nüsschen
Deine Angela

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